Hundefriseur, Salon Sigrid Bittner

Der Hundesalon in Berlin Spandau

Als Inhaberin des Hundesalon an unserem Standort in Berlin-Spandau, liebe ich Tiere über alles. Die Arbeit des Hundesfriseurs ist für mich vielmehr eine Berufung als ein Beurf. Die Tierliebe begann schon früh und ursprünglich wollte ich Tierpflegerin werden. Leider fand sich zur damaligen Zeit keine passende Ausbildungsmöglichkeit. Man begab sich daher die Suche nach beruflichen Alternativen, um dennoch mit Tieren arbeiten zu können.

Hundesfriseur aus Leidenschaft - und das seit fast 40 Jahren

Nach einiger Recherche eröffnete sich dann schließlich die Möglichkeit als Hundefriseur im Hundesalon Meissner in der Nürnberger Str. im Herzen der Hauptstadt anzufangen.

Noch am gleichen Tag rief ich im Salon an, am Folgetag stellte ich mich dort vor und begann nur eine Woche später mit der Arbeit. Hier habe ich das Handwerk von der Pike auf gelernt und viel Erfahrung sammeln können. Das war im Jahr 1979 und bis heute dreht sich in meiner Arbeit alles um Tiere. Nach der Umstrukturierung des Salons arbeitete ich 8 Jahre als Verkäuferin im Tiergeschäft Fressnapf.

Dort ergab sich schließlich die Möglichkeit, einen eigenen Hundesalon in Berlin-Spandau aufzubauen und ich machte mich als Hundefriseur selbstständig.

Wichtige Info

Liebe Hundebesitzer.

Ich bin mittlerweile seit 13,5 Jahren selbständig als Groomer (Hundefriseurin) und trotz Allem möchte ich noch viele Jahre in diesem Beruf arbeiten.

Aber was steckt hinter diesem Beruf? > Hundefriseur –Groomer < Hier ein paar klare Worte, denn mittlerweile denke ich, muss das mal deutlich gesagt werden! Nicht nur die Hundeschulen und Tierheime haben mittlerweile große Probleme, sondern auch wir Hundefriseure!

Es wird sich ein Hund angeschafft, aber nicht darüber nachgedacht, was wirklich dahinter steckt, was das alles bedeutet und was dafür alles getan werden muss! Denn als neuer Hundebesitzer übernimmt man eine Verantwortung für ein Lebewesen! Die meisten Tiere, die zu mir und auch zu meinen Kolleginnen gebracht werden, sind entweder total verfilzt oder verknotet. Die Ohren sind von innen zugewachsen mit Haaren, in den Ohren ist sehr viel Dreck, die Augen sind verkrustet durch Tränenflüssigkeit, alle Krallen sind viel zu lang und die Genitalien sind verschmutzt und verklebt! Warum??? Warum wird das alles immer schlimmer? Immer wieder bekommen wir Hundefriseure zu hören: Ich kann das nicht, denn es tut ihm ja weh, wenn ich ihn bürste oder kämme! Also wird nichts gemacht.

Oder: Der ist ja noch soooo klein, den kann ich doch noch nicht bürsten/kämmen. Ist doch noch ein Baby. (Da ist die Rede von Hunden, die bereits ein halbes oder dreiviertel Jahr alt sind.) Also ein Junghund! Oder: Er möchte nicht gekämmt/gebürstet werden, er mag das nicht. Oder: Er wehrt sich, läuft weg, schnappt oder beißt.  Dann beruhige ich ihn wieder und gebe ihm ein Leckerli. (Super Belohnung für das Verhalten des Hundes, denn er hat gelernt, dass er für sein schlechtes Verhalten belohnt wird!) All diese Hunde, die das zu Hause so gelernt haben, bekommen wir auf unseren Tisch.

Nun müssen wir innerhalb kürzester Zeit sehen, dass der Hund mit uns und nicht gegen uns arbeitet!  Darüber denkt aber leider niemand nach!

Wir müssen innerhalb von ein bis zwei Stunden sehen, dass wir sowohl den Filz, die Knoten, die Ohren und Augen, als auch die Ballen und Krallen sowie die Genitalien gründlich wieder in Ordnung bringen, damit der Hund sich endlich wieder wohl fühlt und ihm nichts mehr weh tut.

Das alles dann auch noch möglichst mit Samthandschuhen und Leckerlis. Und bitte nicht so kurz (Bei verfilzten Hunden müssen wir unter dem Knoten scheren, nur mal zur Info). Wir werden beschimpft, wenn wir den Hund festhalten, damit wir ihn wegen Zappeln, Schnappen, Bellen, Drohen und Beißen mit unserem Arbeitsmaterial nicht verletzten. 

Wir sind keine „Bezaubernde Jeanni`s“ die ihre Arme verschränkt, pling macht und alles ist fertig! Schade eigentlich! Wäre vieles für uns leichter und einfacher! Wir bekommen die Schuld dafür, dass der Hund sich so verhält, denn es liegt ja an uns, weil wir so mit ihm umgehen. Kein Besitzer beachtet und denkt mal darüber nach, dass wir überall am Hund ran kommen müssen um das zu beseitigen, was zu Hause nicht geübt, gelernt geschweige denn gemacht wurde.  Und wir dürfen uns ruhig beissen lassen; Denn wenn wir einen beissenden Hund abwehren (was eine ganz normale Reaktion ist) werden wir wieder beschimpft, den Hund zu schlagen!

Übrigens sind viele Hunde dabei, die wir überhaupt nicht kennen.

Hallo erstmal! Wir sind auch nur Menschen aus Fleisch und Blut. Auch wir haben dann Schmerzen und können nach einem Hundebiss nicht arbeiten. (Verdienstausfall wird uns von den Besitzern nicht bezahlt).  Dann wird auch noch immer mehr über unseren Preis gemeckert. Kommt aber ein Handwerker ins Haus, der die Stunde 40 bis 60 Euro berechnet, sagt kein Kunde einen Ton! Wir hauptberuflichen Hundefriseure müssen auch bezahlen > Finanzamt, Versicherungen, Betriebshaftpflicht, Miete, Strom, Telefon und Internet; Schampo, Materialkosten, Scheren und Scherköpfe schleifen lassen. Ach ja, privat zahlen wir ja auch noch alles und einkaufen müssen wir ja auch noch um etwas zu essen zu haben.

Also liebe Hundebesitzer.

Übt und lernt mit euren Hunden! Fangt bitte mit euren Junghunden und auch Welpen an, denn in dieser Zeit lernen sie am besten! Wenn ihr nicht wisst, wie ihr das machen müsst, dann geht zur Hundeschule, zum Tierarzt und auch zum Hundefriseur!

Da sind die richtigen Leute, die wirklich Ahnung haben!

Lieben Gruß an alle, die bis zum Schluss gelesen haben. Teilen erlaubt.

Danke
Hundesalon
Silvia Knublauch

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